Tombak

Tombak

Der Korpus der tombak wurde früher meist aus festem Maulbeerbaumholz geschnitzt, wird aber heute fast nur noch aus anderen Harthölzern (vorwiegend Nussbaum und Esche) gedrechselt. Die Form des Korpus weist Ähnlichkeiten mit einem Rotweinglas auf (allerdings mit einer Bohrung durch den Fuß) und wird traditionell aus einem Stück gefertigt. Einige Instrumentenbauer verwenden aber auch aus vielen Stücken gefügte Rohlinge, um dekorative Holzmuster zu erzeugen. Die obere weite Öffnung wird mit Tierhaut, meist von Kamel, Ziege oder Kalb bespannt, indem die enthaarte Haut in Wasser eingeweicht, dann über die Öffnung gespannt und auf dem Außenrand festgeklebt wird. Beim Trocknen zieht sich die Haut zusammen und erhält so ihre Spannung. Traditionell kann die Tonhöhe nur durch Erwärmung über die Feuchtigkeit der Felles beeinflusst werden. Es gibt allerdings einige mechanisch stimmbare Tombaktypen; einer ist vom iranischen Ney-Spieler Hossein Omoumi entwickelt worden.[2] Es gibt unzählige Hersteller, meist kleine Betriebe; außerhalb Irans sind aber vorwiegend Instrumente des Großproduzenten Helmi erhältlich.

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